Futura

Förderpreis für junge SüdtirolerInnen im Ausland

Die Träger des Förderpreises


Dr. Inga Hosp,
Jurypräsidentin
   
  Erzwungene Weltläufigkeit war lang ein Kennzeichen der Südtiroler Sozialgeschichte, und es war eine wirkliche Fremde, in die man sich damals aufmachte, das Unbekannte schlechthin, wo man oft sein Leben lang fremd blieb, noch dazu um den Preis des Heimwehs.
Wie leicht es sich dagegen heute aus Südtirol weggeht! Zum Universitätsstudium, zur Weiterbildung, für die Karriere, fürs Abenteuer. Da gibt es Bildungs- und Aufstiegs-Chancen, Netzwerke und dazu das große, globale Net, das Kontakte stiftet, Kenntnis vermittelt. Wer daheim sitzen bleibt, ist selber schuld, sagt die neue Weltläufigkeit und gebietet, während die Satelliten kreisen und du jeden Fleck Erde von daheim aus in Augenschein nehmen kannst: Die Welt sei deine Heimat! So ist es. Ist es so?
„Erst einmal in die Welt hinaus!“, raten großzügige Eltern ihren Kindern und wundern sich dann, wenn die, tüchtig genug, um sich in der Fremde nicht mehr fremd fühlen zu müssen, nimmer heimkehren und sich nicht einmal heimatfremd fühlen. Öffentlich wird dann der „brain drain“ beklagt, der Abfluss von Hochqualifizierten. So ist es zumindest sinnvoll, die Spuren der neuen Weltläufigen nicht zu verlieren, ihre Aufmerksamkeit auf das Land ihrer Herkunft zurückzulenken, in dem inzwischen Chancen auch für Hochqualifizierte bestehen, vielleicht gerade DIESE oder JENER dringend mit guten Aussichten gesucht ist.
Das war vor 22 Jahren die Idee der Initiative "Futura - Förderpreis für junge SüdtirolerInnen im Ausland“ und ist weiterhin die Idee der Initiative Futura - Förderpreis für junge SüdtirolerInnen im Ausland". Sie ist noch immer gut.
Bleiben oder Gehen: zwei Grundhaltungen, wie sich Menschen zum Land ihrer Herkunft verhalten können. Früher war es so: Wer sein Auskommen hatte, konnte bodenständig bleiben. Wer nichts besaß, musste auswandern, endgültig oder zeitweilig. So einfach und hart war die Gleichung, ein wenig milder für die Neugierigen und Wagemutigen.  


Manfred Pinzger,
Präsident des Hoteliers- und Gastwirteverbandes
   
  Ausland“. Um die Initiative der Öffentlichkeit vorzustellen, wurde die wahrscheinlich herausragendste Ballveranstaltung in Südtirol gewählt: die vom Hoteliers- und Gastwirteverband veranstaltete „Gala“ im Kurhaus von Meran. Im Rahmen der ersten „Gala“ wurde 1990 die Initiative unter dem damaligen Namen „Futura – Stiftung für junge SüdtirolerInnen im Ausland“ der Öffentlichkeit präsentiert. Im darauffolgenden Jahr wurden im Rahmen der exklusiven Ballveranstaltung bereits die ersten drei Preisträger ausgezeichnet. Durch die gute Zusammenarbeit der diversen Träger der Initiative ist es gelungen in den vergangenen Jahrzehnten mittlerweile über 60 Preisträger mit dem begehrten Preis „Futura – Förderpreis für junge SüdtirolerInnen im Ausland“ auszuzeichnen. „Der Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV) wird sich auch in Zukunft, wie schon unter meinem Vorgänger Walter Meister, zusammen mit den Partnern des Förderpreises federführend darum bemühen, weiterhin junge Südtirolerinnen und Südtiroler im In- und Ausland finanziell und ideell zu unterstützen“, bekräftigt HGV Präsident Manfred Pinzger.
Ende der 80er Jahre wurde der „Futura – Förderpreis für junge SüdtirolerInnen im Ausland“ ins Leben gerufen. Ausschlaggebend für die Idee junge, hoffnungsvolle Südtirolerinnen und Südtiroler in ihrer beruflichen Karriere im In- und Ausland nicht nur finanziell sondern auch ideell zu unterstützen, war das gerade erschienene Buch von Inga Hosp mit dem Titel „Südtiroler im  


Toni Ebner,
Chefredakteur der Tageszeitung „Dolomiten“
   
  unterstützt, sondern auch medial begleitet. Die Erfolgsgeschichte begann Ende der 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Als wir Träger der „Stiftung zur Förderung junger SüdtirolerInnen im Ausland“ im Jahr 1990 erstmals die Preise – damals noch einen Förderungspreis und zwei Anerkennungspreise –ausgeschrieben haben, landeten etwa zwei Dutzend Bewerbungen auf dem Tisch der Jury; die Juroren lasen sich durch stapelweise Papier, das per Post geschickt worden war. Im Laufe der Jahre stieg das Prestige der Förderpreise, und parallel dazu nahmen die Bewerbungen zu. Mittlerweile sind es Jahr für Jahr über 60 Bewerber aus zahlreichen Branchen, die ihre Arbeit in E-Mails, CDs und DVDs, ebenso in Büchern, Publikationen usw. dokumentieren. Besonders freut es uns, dass ehemalige Preisträger die Förderpreise der Stiftung in ihren Lebensläufen anführen; für viele war der Preis und die damit verbundene ideelle Unterstützung Südtirols offensichtlich ein weiterer Ansporn, um an ihren Karrieren zu feilen – und dieser berufliche Ehrgeiz brachte manche bis an die Spitze internationaler Forschungseinrichtungen, von Universitätsinstituten und künstlerischen Einrichtungen. Andere kehrten mit ihren Erfahrungen nach Südtirol zurück – eine Bereicherung für Land und Leute.
Gala und Verleihung der Förderpreise an junge Südtiroler im Ausland – über Jahre hinweg standen sie im Mittelpunkt des mondänen Südtirols. Die Tageszeitung „Dolomiten“ hat das gesellschaftliche Ereignis nicht nur als Träger  


Michl Ebner,
Direktor der Verlagsanstalt Athesia
   
  die sich, nachdem sie sich im Land das Basiswissen angeeignet haben, auf das Abenteuer „Ausland“ einlassen. Der Faktor „Auslandserfahrung“ wird in den kommenden Jahren in den Curricula zunehmend an Bedeutung gewinnen. Jungen Menschen die Erweiterung ihres beruflichen Horizonts zu ermöglichen, wird eine der wichtigsten Aufgaben der Initiative „Futura - Förderpreis junger SüdtirolerInnen im Ausland“ in der Zukunft sein. Wie in den vergangenen 22 Jahren sollen die Fördergelder einen Beitrag dazu leisten, dass sich Wissenschaftler, Künstler, Literaten, Gastronomen usw. qualifizieren, sich ein Plus an Erfahrung, Wissen und Perfektionierung des eigenen Könnens leisten können. Kurz: Im Fokus der Träger steht auch weiterhin die Unterstützung junger Karrieren. Dabei wird neben dem mitgebrachten Fachwissen vor allem auch Wert auf Engagement, Courage und besondere Leistungen gelegt.
Neben der finanziellen Hilfe sollen die Förderpreise der „Futura - Förderpreis junger SüdtirolerInnen im Ausland“ auch weiterhin eine ideelle Unterstützung darstellen, ein Zeichen der Anerkennung und der Wertschätzung. Ein unsichtbares Band, das die jungen Südtirolerinnen und Südtiroler in der Ferne mit ihrer Heimat verbindet.
Um sich der internationalen Herausforderung in den Bereichen der Wissenschaft, Wirtschaft und Kunst zu stellen, benötigt Südtirol qualifizierte Menschen – junge Südtiroler und Südtirolerinnen –,  


Robert Hillebrand,
Despar-Direktor
   
  darauf, von Anfang an als Träger dabei sein zu dürfen. Der Förderpreis gewährt nicht nur einen finanziellen Beitrag, sondern auch eine moralische Unterstützung. Davon profitiert Südtirol sowohl unmittelbar als auch ideell: Ein Teil der insgesamt 60 Preisträgerinnen und Preisträger ist mit seiner Erfahrung und mit dem im Ausland erworbenen Know-how in die Heimat zurückgekehrt und arbeitet nun hier erfolgreich in seiner ursprünglichen oder in einer „verwandten“ Branche. Einige Preisträgerinnen und Preisträger lehren an universitären Einrichtungen und geben ihr Wissen nun an kommende Generationen von Wissenschaftlern weiter. Der Großteil allerdings hat sich für ein Leben im Ausland entschieden. Südtirol ist aber ihr Zuhause, ihr Ruhepol, die Wiege ihrer Kreativität, die auf der Vielfalt und den Kontrasten des Landes basiert. Kurz: Südtirol ist für viele der Boden, in dem ihre Lebenswurzeln fußen. Dieses Heimatgefühl, dieses „Südtiroler-Sein“, tragen die Preisträgerinnen und Preisträger in die Welt hinaus. Sie sind die Botschafter des modernen, wissbegierigen Südtirols.
Die „Stiftung für junge SüdtirolerInnen im Ausland“ unterstützt seit 22 Jahren junge Menschen, die im Ausland an erfolgversprechenden Projekten oder an ihrer beruflichen Aus- und Weiterbildung arbeiten. Umso mehr sind wir stolz  


Margherita Fuchs von Mannstein,
Geschäftsführerin der Spezialbierbrauerei Forst
   
  Menschen und auch die Wirtschaft sind. Wenn man die Preisträger der letzten 22 Jahre Revue passieren lässt, so kann man stolz auf die preisgekrönten Landsleute im Ausland sein, denn viele von ihnen haben inzwischen eine bemerkenswerte Karriere gemacht. Die 60 Preisträger, die alle beruflich erfolgreich sind, sind zu Testimonials für Südtirol im Ausland geworden. Man kann diese „Botschafterrolle“ gar nicht genug hochschätzen, werden diese jungen Persönlichkeiten doch meistens auch mit unserem Land in Verbindung gebracht. Gerade in der heutigen schnelllebigen Zeit, der Zeit der Information und Kommunikation ist es noch wichtiger, Landsleute als Persönlichkeiten im Ausland zu haben, die indirekt die Interessen Südtirols mitvertreten. So haben wir ein großes Netzwerk von „Botschaftern“ überall in der Welt, auf das wir stolz sein können. Ein Werbeslogan von Forst heißt „Unsere Welt. Unser Bier“. Unsere Welt ist Südtirol, Europa, die ganze Welt. Unser Bier ist unser traditionsreiches Produkt unserer engeren Heimat Südtirol. Die Preisträger sind auch unsere Welt in Europa und der ganzen Welt.
Vor nun 22 Jahren wurde die „Stiftung zur Förderung junger SüdtirolerInnen im Ausland“ gegründet. Die Spezialbier-Brauerei Forst hat diese von Anfang an unterstützt in der Überzeugung, dass man junge und tüchtige Leute fördern soll, da sie ein Segen für die Heimat, die  


Konrad Bergmeister,
Präsident der Stiftung Südtiroler Sparkasse
   
  wissensdurstige Menschen. Die Sichtbar- machung begabter, innovativer, leistungs- starker und kreativer Menschen war und  ist der Stiftung Südtiroler Sparkasse ein großes Anliegen. Seit mehr als 10 Jahren „investiert“ die Stiftung z.B. über das Projekt „Proexcellentia“ in die Bildung der Jugend: dort werden leistungsmotivierte Maturanten und Akademiker prämiert und auf ihrem Karriereweg begleitet.  Mit Stolz sind wir daher auch Partner des Projektes „FUTURA - Förderpreis für junge SüdtirolerInnen im Ausland“. Es soll unser aller Anliegen sein, diese Menschen im Auge zu behalten und die Karriere der jeweiligen Persönlichkeiten zu verfolgen, da diese Menschen das Kapital für die Weiterentwicklung unserer Gesellschaft darstellen. Sie sind die „Zugpferde“, die  mitentscheiden wie unsere Zukunft aussieht und darüber hinaus – und das macht uns insbesondere stolz – Botschafter unseres Landes. FUTURA trägt dazu bei, ein Netz mit diesen Persönlichkeiten zu spannen und dadurch die ausgewanderten Talente mit ihren besonderen Qualifikationen und Kenntnissen an die Heimat zu binden.
Für eine Gesellschaft wie die unsere ist es von hoher Bedeutung jene auszuzeichnen, die sich durch besonderen Einsatz und hervorragende Leistungen hervortun.  Für die Bewältigung der immer komplexeren Herausforderungen unserer Welt brauchen wir qualifizierte, strebsame und